Kommenden Samstag ist es wieder so weit: Clubmeisterschaften. Egal ob du Titelambitionen hast oder einfach eine gute Platzierung anpeilst – die letzten Tage vor dem Turnier entscheiden oft mehr, als man denkt. Fabian zeigt, wie du mental, strategisch und im Training aus der verbleibenden Zeit noch das Beste herausholst.
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Darum geht es in dieser Podcastfolge:
Warum die Clubmeisterschaft anders ist als ein normales Turnier
Die Clubmeisterschaften sind für Fabian das sportliche Highlight der Golfclub-Saison – auch wenn die Teilnehmerzahl in manchen Clubs überraschend gering ausfällt. Er ermutigt ausdrücklich zur Teilnahme, gerade weil es mittlerweile insgesamt weniger Turniere gibt und hier gleich zwei Zählspielrunden am Stück angeboten werden.
Der Unterschied zu einem normalen Turnier: Es geht nicht nur um die eigene beste Leistung, sondern um eine Platzierung im Feld – möglicherweise sogar um einen Titel. Das verändert die Vorbereitung in drei Bereichen, die Fabian in dieser Folge durchgeht: Mental, Strategie und Training.
Mentale Vorbereitung: Erwartungen herunterschrauben
Der erste Tipp betrifft die innere Einstellung zum Ergebnis. Fabian empfiehlt, die Erwartung an das Turnierergebnis komplett loszulassen – nicht das Ziel selbst, sondern den gedanklichen Druck, es unbedingt erreichen zu müssen.
Der Gedanke dahinter: Nur die Vorbereitung auf den einzelnen Schlag liegt in der eigenen Kontrolle, das Ergebnis dagegen nicht. Wer stattdessen ständig ans Gesamtergebnis oder den letzten Fehlschlag denkt, blockiert sich selbst. Fabian beschreibt das Ziel als Zustand, bei dem man Schlag für Schlag, Loch für Loch im Hier und Jetzt bleibt – was seiner Erfahrung nach zu lockererem und freierem Spiel führt. [PRÜFEN: Fabian erwähnt dazu sein Buch „Der Handicap-Verbesserer" – Titel und Bezug ggf. verifizieren]
Die Wenn-Dann-Strategie für stressige Situationen
Als zweiten mentalen Baustein empfiehlt Fabian, sich gezielt auf wiederkehrende Stresssituationen vorzubereiten – über eine sogenannte Wenn-Dann-Regel. Die Idee: Bestimmte Situationen tauchen auf dem Platz immer wieder auf, und wer im Voraus festlegt, wie er reagiert, muss im Moment selbst nicht mehr entscheiden.
Beispiele aus dem Podcast:
- Wenn Zuschauer am Grün stehen → dann eine Atemübung zur Beruhigung
- Wenn ein schlechter Schlag passiert → dann kurz ärgern, dann tief durchatmen und die Natur beobachten
Der Vorteil: Man reagiert nicht mehr überrascht oder rein emotional, sondern bewusst nach einem vorher festgelegten Plan. Das gibt ein Stück Kontrolle über die eigene Reaktion zurück – gerade bei den besonderen Situationen einer Clubmeisterschaft, etwa im Leaderflight oder mit Zuschauern am letzten Loch.
Strategie: Die Runde vom Grün aus rückwärts planen
Im Bereich Course Management geht es laut Fabian nicht darum, den längsten Schlag zu suchen, sondern die Runde mit möglichst wenigen Schlägen zu einem guten Gesamtergebnis zu bringen. Das kann bedeuten, bewusst vor einem Bunker anzulegen, seitlich aus einer schwierigen Lage herauszuspielen oder am Abschlag konservativer zu wählen als sonst.
Sein Tipp zur Planung: von hinten nach vorne denken. Also erst festlegen, von welcher Position aus man am liebsten aufs Grün spielen möchte, und von dort rückwärts überlegen, wie der Abschlag dafür aussehen sollte – weil die meisten Schläge im Kurzspielbereich verloren gehen.
Wer diese Entscheidungen schon vorher trifft, muss auf dem Platz nicht mehr unter emotionalem Druck spontan entscheiden, sondern kann auf einen festgelegten Plan zurückgreifen – vergleichbar mit einem Navigationssystem, dem man einfach folgt. Für die komplette Strategieplanung braucht es laut Fabian nicht mehr als etwa zehn Minuten. Wer tiefer einsteigen will, kann sich zusätzlich die ältere Podcast-Folge zu den sieben Prinzipien des Course Managements ansehen [LINK: Podcast-Folge „7 Prinzipien Course Management"].
Training: Worauf es in den letzten Tagen wirklich ankommt
Von einer letzten Trainerstunde für den Feinschliff am Schwung rät Fabian ausdrücklich ab – dafür sei jetzt nicht mehr die Zeit. Stattdessen empfiehlt er, sich auf zwei Dinge zu konzentrieren: Rhythmus und die Schlagarten, die auf der Runde am häufigsten vorkommen.
Rhythmus als Basis
Für einen guten Schwungrhythmus empfiehlt Fabian, mit Tönen zu trainieren – etwa über die [LINK: Sweet Spot Golf App], die Rhythmus akustisch über Kopfhörer vermittelt. Viele Kunden der Akademie nutzen die App laut Fabian gezielt zum Einschlagen vor der Runde.
Die drei entscheidenden Bereiche
Nach Fabians Einschätzung entfallen 70 bis 80 Prozent aller Schläge einer Golfrunde auf drei Bereiche:
| Bereich | Fokus |
|---|---|
| Drives | Präzision – z. B. gedachten Fairway-Korridor auf der Range treffen |
| Kurzes Spiel (Annäherungen unter 30 m) | Gefühl statt Technik, variables Training |
| Putten | Kurze Putts unter 2 Metern (1 m, 1,50 m, 2 m) |
Für das kurze Spiel empfiehlt er eine einfache Übung: einen Ball nehmen, eine neue Position suchen, annähern und einputten – mit dem Ziel, maximal einen Annäherungsschlag und zwei Putts zu benötigen. So werden Drives, kurzes Spiel und Putten in einer Einheit gleichzeitig trainiert, inklusive Rhythmus.
Zeitlich reichen laut Fabian zwei Trainingseinheiten von jeweils rund 90 Minuten sowie je 10 Minuten für die mentale und die strategische Vorbereitung völlig aus.
Zusammenfassung: Die wichtigsten Fragen zur Turniervorbereitung
Wie bereite ich mich mental auf ein Golfturnier vor?
Indem du deine Erwartungen an das Ergebnis loslässt und dich stattdessen auf jeden einzelnen Schlag konzentrierst. Ergänzend hilft eine Wenn-Dann-Strategie: Für wiederkehrende Stresssituationen legst du vorab eine feste Reaktion fest, etwa eine Atemübung bei Nervosität.
Was sollte ich in den letzten Tagen vor einem Turnier noch trainieren?
Keine neue Technik mehr, sondern Rhythmus sowie die drei Bereiche, in denen die meisten Schläge fallen: Drives, kurzes Spiel unter 30 Metern und kurze Putts unter zwei Metern. Zwei Trainingseinheiten von je 90 Minuten reichen dafür aus.
Wie plane ich meine Strategie für ein Turnier?
Am besten vom Grün aus rückwärts denken: Erst festlegen, von wo aus du am liebsten aufs Grün spielen möchtest, dann überlegen, wie der Abschlag dafür aussehen sollte. Ziel ist, die Runde mit möglichst wenigen Schlägen zu einem guten Gesamtergebnis zu bringen.

