3-Putts gehören zu den nervigsten Momenten auf dem Golfplatz – sie kosten nicht nur Schläge, sondern auch die Laune für die nächsten Löcher. Doch wie trainierst du eigentlich richtig gegen 3-Putts? Fabian zeigt, welche Distanzen wirklich zählen und warum die meisten Putt-Übungen am Ziel vorbeigehen.

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    Darum geht es in dieser Podcastfolge:

  • Wie viele Schläge 3-Putts dich wirklich kosten
  • Der häufigste Fehler beim klassischen Putt-Training
  • Eine Übung für kurze Putts unter 2 Metern
  • Eine Übung für lange Putts aus 10–15 Metern
  • Warum die Reihenfolge im Training entscheidend ist
  • Warum 3-Putts so teuer sind

    Fabian verweist auf Statistiken, wonach Amateurgolfer mit einem Handicap zwischen 15 und 25 im Schnitt bis zu sechs 3-Putts pro Runde spielen [PRÜFEN: genaue Quelle der Statistik, im Transkript nur vage als „gelesen bei der Recherche" beschrieben]. Jeder 3-Putt bedeutet für ihn mindestens einen verschenkten Schlag – bei sechs pro Runde ist das eine erhebliche Summe.

    Das Problem endet aber nicht beim verlorenen Schlag selbst. Nach einem 3-Putt ist die Stimmung meist im Keller, was sich häufig direkt auf den nächsten Abschlag auswirkt – etwa durch überhastete, zu aggressive Schläge, die den Fehler „wieder rausholen" sollen. Genau dieser Reflex führt laut Fabian oft erst richtig ins Desaster.

    Der Denkfehler beim klassischen Putt-Training

    Viele Golfer trainieren Putten, indem sie einfach mehrere Bälle auf das Grün legen und nacheinander putten. Fabian hält das für wenig zielführend: Wer drei Bälle aus derselben Position spielt, bekommt sein Feedback im Grunde schon nach dem ersten Putt – ob er zu lang, zu kurz oder passend war.

    Auf dem Golfplatz hat man aber ohnehin immer nur einen einzigen Versuch aus einer bestimmten Position. Genau das sollte laut Fabian auch das Trainingsprinzip sein: ein Ball, eine Chance, eine Rückmeldung – für jede Putt-Länge und -Richtung neu.

    Die ersten 15 Minuten: Putten hat Priorität

    Fabian empfiehlt, jede Trainingseinheit auf der Range mit 15 Minuten Putt-Training zu beginnen – unabhängig davon, wie lang das restliche Training ausfällt. Die Begründung: Kaum jemand trainiert ohnehin länger als zwei Stunden, weshalb diese ersten 15 Minuten den größten Hebel darstellen.

    Diese Zeit teilt sich in zwei gleich große Blöcke:

    • Kurze Putts (zuerst)
    • Lange Putts (danach)

    Übung 1: Kurze Putts (bis 2 Meter)

    Kurze Putts kommen laut Fabian bei jeder Runde ständig vor – nach jeder Annäherung, jedem langen Putt, jedem Vorgrün-Chip. Statistiken zufolge liegt hier das größte Verbesserungspotenzial, weil selbst PGA-Tour-Profis ab etwa 2,50 Metern deutlich seltener einlochen.

    So sieht die Übung konkret aus:

    1. Sechs Tees im Kreis um das Loch stecken, jeweils im gleichen Abstand
    2. Nur einen Ball verwenden
    3. Jeden Putt mit voller Routine spielen (Grün lesen, Probeschwung, Putt)
    4. Ziel: alle sechs Putts in Folge lochen
    5. Bei einem verpassten Putt: zurück zur Ausgangsposition, nicht einfach weitermachen

    Gestartet wird bei 1 Meter Distanz. Erst wenn alle sechs Richtungen in Folge gelocht wurden, geht es auf 1,50 Meter, danach auf 2 Meter. Am nächsten Trainingstag startet man nicht wieder bei 1 Meter, sondern bei der zuletzt erreichten Distanz. Bei 2 Metern endet die Übung – längere Putts zu lochen, sei laut Fabian statistisch ohnehin kaum realistisch, selbst für Tour-Profis.

    Übung 2: Lange Putts (10–15 Meter)

    Der zweite Block widmet sich langen Putts. Fabian weist darauf hin, dass der durchschnittliche erste Putt nach einem getroffenen Grün meist bei 10 bis 15 Metern liegt – deutlich weiter, als viele Spieler glauben.

    Bei langen Putts steht zunächst der Rhythmus im Fokus, nicht die Lochgenauigkeit. Der Gedanke dahinter: Bei gleichem Rhythmus bestimmt die Größe der Schwungbewegung die Schlägerkopfgeschwindigkeit – eine kleinere Bewegung ergibt eine geringere Geschwindigkeit, eine größere Bewegung eine höhere. Wer diesen Zusammenhang trainiert, bekommt eine zuverlässige Längenkontrolle.

    Zum Rhythmustraining empfiehlt Fabian die hauseigene [LINK: Sweet Spot Golf App], die Rhythmus akustisch über Kopfhörer vermittelt.

    Die Übung für lange Putts:

    1. Einen 2-Meter-Kreis mit Tees um das Loch stecken
    2. Aus 10–15 Metern putten, mit nur einem Ball
    3. Nach jedem Putt die Position wechseln, aber auf dasselbe Loch spielen
    4. Ziel: 5 Putts in Folge landen im 2-Meter-Kreis

    Sobald das gelingt, wird der Zielkreis verkleinert – erst auf 1,50 Meter, dann auf 1 Meter. Bei den langen Putts verläuft die Steigerung damit umgekehrt zu den kurzen Putts: von groß nach klein statt von klein nach groß.

    Die Reihenfolge ist entscheidend

    Fabian betont, dass die Reihenfolge im Training nicht beliebig ist: immer zuerst die kurzen Putts, danach die langen. Und bei beiden Übungen gilt die gleiche Grundregel – nur ein Ball pro Versuch, damit das Training möglichst realistisch die Situation auf dem Platz abbildet.

    Zusammenfassung: Die wichtigsten Fragen zum Putt-Training gegen 3-Putts

    Wie trainiere ich am effektivsten gegen 3-Putts?
    Mit fokussiertem Training in zwei Blöcken: zuerst kurze Putts bis 2 Meter, danach lange Putts aus 10–15 Metern. Entscheidend ist, immer nur einen Ball pro Versuch zu spielen, um die reale Putt-Situation auf dem Platz nachzubilden.

    Warum sollte ich beim Putt-Training nur einen Ball verwenden?
    Weil du auf dem Platz auch nur einen Versuch pro Putt hast. Mit mehreren Bällen aus derselben Position bekommst du bereits nach dem ersten Putt genug Feedback – weitere Bälle bringen keinen zusätzlichen Trainingseffekt mehr.

    Welche Putt-Länge sollte ich am meisten trainieren?
    Kurze Putts bis 2 Meter, da sie bei jeder Runde ständig vorkommen und laut Statistik den größten Einfluss auf dein Score-Potenzial haben. Putts über 2,50 Meter zu lochen wird selbst bei Profis deutlich unwahrscheinlicher.

    Wie lange sollte Putt-Training pro Einheit dauern?
    Fabian empfiehlt, jede Trainingseinheit mit 15 Minuten Putt-Training zu beginnen – aufgeteilt in ca. 7,5 Minuten kurze und 7,5 Minuten lange Putts. Das reicht aus, um kontinuierlich Fortschritte zu erzielen.


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