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  • 18 Schläge Potenzial: Wo du dein Handicap wirklich verbesserst

„Ich will nächstes Jahr einstellig werden.“ Diesen Satz höre ich oft. Und fast immer folgt darauf keine Antwort auf die entscheidende Frage: Wie viele Schläge sind das eigentlich, und wo genau sollen sie herkommen?

Ein Handicap ist kein Ziel, sondern ein Ergebnis. Was du wirklich beeinflusst, sind Schläge – und die verteilen sich sehr unterschiedlich über dein Spiel. Wer sein Handicap verbessern will, sollte deshalb zuerst rechnen statt raten. Wer das einmal durchrechnet, trainiert danach völlig anders.

Rechne dein Ziel in Schläge um

Nehmen wir ein Beispiel, wie es unsere App Sweetspot Golf berechnet: Ein Spieler steht bei Handicap 24,5 und hat 12,4 als Ziel. Die App weist dafür ein Potenzial von rund 18 Schlägen aus – und zeigt vor allem, in welchen Spielbereichen dieses Potenzial steckt:

  • Langes Spiel: 7,3
  • Annäherung: 2,8
  • Kurzes Spiel: 1,5
  • Putten: 0,8

Entscheidend ist nicht die einzelne Kommastelle, sondern die Gewichtung. Das lange Spiel wiegt in diesem Profil fast dreimal so schwer wie die Annäherung und rund neunmal so schwer wie das Putten.

Und genau hier wird es interessant: Der größte Einzelposten steckt bei den allermeisten Spielern im langen Spiel – also darin, den Ball überhaupt in Position zu bringen. Trainiert wird aber meistens das Putten, weil es sich am angenehmsten anfühlt und im Trockenen stattfindet.

Ich sage nicht, dass Putten unwichtig ist. Ich sage: Wenn dein Potenzial im Putten bei unter einem Schlag liegt, ist das Grün der falsche Ort, um deine ganze Trainingszeit zu verbringen.

Warum die meisten am falschen Ende trainieren

Es gibt zwei Gründe. Der erste ist Bequemlichkeit: Wir trainieren am liebsten das, was wir schon können. Der zweite ist Erinnerung. Nach der Runde bleibt der verschobene Ein-Meter-Putt am 18. Grün hängen, nicht der Abschlag am 4. Loch, der dich ins Rough gebracht und das ganze Loch verdorben hat.

Deshalb brauchst du Zahlen statt Erinnerungen. Notiere über drei bis fünf Runden konsequent mit: Fairways getroffen, Grüns in Regulation, Putts, und wie oft du ein Loch mit einem Doppelbogey oder schlechter abgeschlossen hast. Danach diskutiert niemand mehr über Gefühle. Wie du solche Entscheidungen auch strategisch auf dem Platz selbst triffst, statt nur im Nachhinein auszuwerten, zeige ich hier.

Der Maßstab, den ich im Coaching benutze

Bei Annäherungen bewerte ich nicht in Metern, sondern in Prozent der Schlaglänge. Aus 100 Metern zehn Meter neben dem Ziel sind zehn Prozent. Meine Skala sieht so aus:

  • bis 10 Prozent: richtig guter Schlag
  • 10 bis 15 Prozent: gut
  • bis 20 Prozent: okay
  • über 20 Prozent: kritisch, hier verlierst du Schläge

Zum Einordnen: Auf der Tour liegt die durchschnittliche Abweichung bei etwa fünf bis sieben Prozent. Wenn du also aus 100 Metern regelmäßig auf zehn Meter kommst, ist das ein guter Schlag – und nicht, wie viele denken, ein verpasster Fahnenangriff.

Das ist keine Beschönigung, sondern ein Werkzeug. Wer erwartet, jede Annäherung auf zwei Meter zu legen, setzt sich unter Druck, spielt riskantere Linien und produziert genau die Katastrophenlöcher, die im Score wehtun.

Übung: Der Annäherungs-Test

Diese Übung gibt dir eine Zahl, an der du über Monate arbeiten kannst. Du spielst zehn Bälle auf ein Ziel in einer festen Distanz, zum Beispiel 80 Meter. Für jeden Ball schätzt oder misst du die Abweichung zum Ziel und rechnest sie in Prozent um. Am Ende bildest du den Durchschnitt – das ist dein Vergleichswert.

Varianten

  • Einstieg: Zehn Bälle, eine feste Distanz, Durchschnitt notieren.
  • Erweitert: Drei Distanzen (60, 80, 100 Meter), je fünf Bälle.
  • Wie auf dem Platz: Distanzen zufällig ansagen lassen oder ziehen – wie auf dem Platz kommt jeder Schlag einmal und unangekündigt.

Dein Ziel

Senke deinen Durchschnitt über vier Wochen um drei Prozentpunkte – nicht mehr, nicht weniger.

Wenn du wenig Grüns triffst

Ein häufiger Fall: Die Grüns in Regulation sind niedrig, und der Spieler will jetzt monatelang am langen Spiel schrauben. Das ist langfristig richtig, hilft dir aber am kommenden Wochenende nicht.

Kurzfristig gilt: Wer wenig Grüns trifft, hält seinen Score über Kurzspiel und Putten zusammen. Scrambling – also aus der Grünumgebung noch Par retten – ist dann der Bereich mit dem schnellsten Effekt auf die Scorekarte. Parallel arbeitest du am langen Spiel, weil dort das große Potenzial liegt. Beides ist kein Widerspruch, es sind nur unterschiedliche Zeithorizonte.

So macht Sweetspot Golf diese Rechnung für dich

Genau diese Analyse musst du nicht selbst führen. Sweetspot Golf berechnet deinen Weg aus deinem aktuellen und deinem Ziel-Handicap und zeigt dir, wo auf diesem Weg die meisten Schläge zu holen sind – aufgeteilt nach langem Spiel, Annäherung, kurzem Spiel und Putten. Daraus bekommst du das Training empfohlen, das dich am schnellsten voranbringt, statt jede Woche neu zu raten.

Nach genau diesem Prinzip trainieren auch die Teilnehmer unserer Akademie – Wege wie von Handicap 36 auf 18,1 sind dabei keine Ausnahme, sondern das Ergebnis von konsequentem Training an der richtigen Stelle.

Die App findest du im App Store unter „Sweetspot Golf", der Download ist kostenlos, du testest zehn Tage kostenlos, und sie läuft auf iPhone, iPad und Apple Watch.

Fazit

Hör auf, dein Handicap als Zahl anzustarren, und rechne es in Schläge um. Sobald du weißt, dass der größte Teil deines Potenzials im langen Spiel liegt, ist die Frage „Was trainiere ich heute?" keine Frage mehr.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Ein Handicap ist ein Ergebnis, keine Zielgröße – rechne es in Schläge um, um zu wissen, woran du arbeitest.
  • Bei den meisten Spielern liegt das größte Potenzial im langen Spiel, nicht beim Putten.
  • Bewerte Annäherungen in Prozent der Schlaglänge statt in Metern – schon 10 bis 15 Prozent Abweichung sind gut.
  • Bei wenig getroffenen Grüns bringt Scrambling kurzfristig mehr als sofortiges Techniktraining im langen Spiel.

Deine Aufgabe: Schreib die nächsten drei Runden ehrlich mit – Fairways, Grüns in Regulation, Putts, Doppelbogeys. Danach kennst du deinen größten Hebel, und den trainierst du dann konsequent, statt jede Woche das Thema zu wechseln.

Eine Frage, über die du dabei nachdenken darfst: Wie viele deiner verlorenen Schläge liegen wirklich im langen Spiel – und wie viele auf und um das Grün? Wenn du magst, schick mir deine drei Runden per Mail an hallo@fabianbuenker.de, dann sage ich dir meine Einschätzung.

Rechne deinen Weg direkt in der App aus: www.fabianbuenker.de/app

Oder buch dir ein kostenloses Analysegespräch, dann gehen wir gemeinsam durch deine Zahlen.

Vom 17.09.2026 bis zum 21.09.2026 um 23:59 Uhr gibt es den Birdie Pass im App Store für 49 Euro statt 99 Euro – und das ist der Preis für ein ganzes Jahr Training. Danach kostet das Jahr wieder regulär 99 Euro.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Umsetzen meiner Tipps und drei Runden, die dir endlich verraten, wo deine Schläge wirklich liegen!

Up & Down, dein Fabian


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