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  • Kurzspiel trainieren: Warum Zufall dich besser macht

Die meisten Golfer trainieren ihr Kurzspiel so: Sie legen zwanzig Bälle an dieselbe Stelle, zwölf Meter vom Grün entfernt, und chippen sie nacheinander zur selben Fahne. Ball drei ist noch mittelmäßig, ab Ball sieben läuft es, ab Ball zwölf liegt fast alles nah.

Das fühlt sich großartig an. Und es ist beinahe wertlos. Denn auf dem Platz bekommst du nie zwanzig Versuche von derselben Stelle – du bekommst einen, aus einer Lage, die du dir nicht ausgesucht hast, mit einem Ergebnis, das direkt auf der Scorekarte landet. Wie du dein Kurzspiel stattdessen so trainierst, dass es sich auch auf den Platz überträgt, zeigen dir die zwei Übungen in diesem Beitrag.

Blocktraining fühlt sich gut an, variables Training macht besser

In der Trainingswissenschaft heißt das erste Blocktraining: dieselbe Aufgabe, viele Wiederholungen am Stück. Es erzeugt schnelle Erfolge innerhalb der Einheit – und überträgt sich schlecht.

Variables Training heißt: Die Aufgabe wechselt ständig. Andere Distanz, anderer Schläger, andere Lage, andere Landezone. Das fühlt sich unangenehm an, weil du seltener perfekt triffst. Genau deshalb funktioniert es. Du trainierst nicht die Bewegung allein, sondern den kompletten Ablauf davor: Lage lesen, Distanz einschätzen, Schläger wählen, Landepunkt festlegen, Schlag ausführen.

Und dieser Ablauf ist es, der auf dem Platz über Ergebnisse entscheidet. Die wenigsten Chips gehen daneben, weil die Technik zusammenbricht. Die meisten gehen daneben, weil die Entscheidung davor falsch war. Grundlegende Techniktipps zum Chippen selbst findest du in diesem Artikel.

Zufall ist das ehrlichste Trainingsprinzip

Die einfachste Art, variables Training zu erzwingen, ist Zufall. Du entscheidest nicht mehr selbst, was als Nächstes kommt – etwas anderes entscheidet für dich.

Genau dafür haben wir in unserer App Sweetspot Golf das Golf Glücksrad gebaut. Es macht Schluss mit monotonem Training: 240 einzigartige Aufgaben und zufällige Distanzen für kurzes Spiel und Putten, gezogen wird für dich. Du drehst, bekommst deine Aufgabe, spielst sie und bewertest deine Putts und Chips direkt vom Handgelenk über die Apple Watch. Kein Zettel, kein Nachdenken über die nächste Übung, keine Möglichkeit, sich die bequemen Distanzen auszusuchen.

Drei Dinge macht das Glücksrad damit gleichzeitig, und genau darauf kommt es an:

  • Abwechslung: Keine Einheit gleicht der vorherigen, du langweilst dich schlicht nicht.
  • Platznähe: Zufällige Aufgaben aus zufälligen Distanzen sind das, was dir der Platz auch stellt.
  • Variabilität: Weil sich die Aufgabe ständig ändert, trainierst du das Anpassen – und nicht das Wiederholen.

Der schöne Nebeneffekt: Es macht Spaß. Und Trainingsformen, die Spaß machen, machst du öfter – das ist am Ende der größte Hebel überhaupt. Wer einmal so trainiert hat, merkt schnell: Das ist deutlich anstrengender als zwanzig Chips von derselben Stelle. Und deutlich näher am echten Spiel.

Übung 1: Zufallsdistanzen im kurzen Spiel

Du brauchst zehn Bälle und eine Möglichkeit, Distanzen zufällig zu ziehen – Karten, Würfel oder eben das Glücksrad in der App.

Für jeden Ball ziehst du eine Distanz, gehst dorthin, wählst den Schläger und spielst genau einen Versuch. Bewertet wird nach Ergebnis: Liegt der Ball innerhalb von zwei Metern, gibt es einen Punkt, innerhalb von einem Meter zwei Punkte. Am Ende hast du einen Score aus zehn Bällen.

Trainingsaufbau

  1. Zufällige Distanzen, aber immer derselbe Schläger.
  2. Zufällige Distanzen, freie Schlägerwahl.
  3. Zusätzlich die Lage variieren – halb im Rough, aus dem Vorgrün, aus dem Hang.
  4. Jeder Ball wird vorher angesagt: „Landepunkt hier, Roll bis dahin." Nur was du vorher richtig beschrieben hast, zählt doppelt.

Übung 2: Der Ein-Versuch-Putt

Beim Putten ist derselbe Fehler noch verbreiteter. Drei Bälle von der gleichen Stelle, und der dritte fällt – dann fühlt man sich gut und geht auf die Runde.

Stattdessen: Verteile zehn Bälle in unterschiedlichen Distanzen und Richtungen um das Loch, zwischen einem und acht Metern. Du spielst jeden Ball genau einmal, in der Reihenfolge, wie sie liegen. Gezählt wird, wie viele Bälle du mit zwei Putts oder weniger fertig spielst. Eine ausführlichere Anleitung fürs Putten-Training findest du hier.

Trainingsaufbau

  1. Zehn Bälle, nur Distanzkontrolle: Alles innerhalb eines Meter-Kreises um das Loch ist ein Treffer.
  2. Zehn Bälle, richtige Zählung mit zwei Putts.
  3. Vor jedem Putt laut die gelesene Break-Richtung ansagen.
  4. Abschluss unter Druck: Drei Putts aus zwei Metern in Folge, sonst beginnt der Durchgang neu.

Druck gehört ins Training, nicht nur ins Turnier

Der letzte Punkt ist der, den fast alle auslassen. Auf dem Platz zählt jeder Schlag, im Training keiner. Deshalb bricht die Leistung im Turnier ein – nicht, weil die Technik schlechter wird, sondern weil die Situation neu ist.

Bau dir also Konsequenzen ein: eine Serie, die neu beginnt, wenn du sie nicht schaffst, ein Score, den du vom letzten Mal schlagen musst, oder ein Gegner. Genau dafür gibt es im Clubhouse von Sweetspot Golf die Duelle: Eins-gegen-eins im Golf Glücksrad, dazu Live-Bestenlisten, Awards für deinen Trainingsfleiß und private Gruppen, in denen du dich nur mit deinen Freunden misst. Auf Bestenlisten erscheinst du übrigens nur, wenn du das ausdrücklich aktivierst – wer lieber für sich trainiert, trainiert für sich.

Wie viel Zeit du dafür brauchst

Weniger, als du denkst. Drei Einheiten à 20 Minuten pro Woche schlagen eine große Einheit am Sonntag deutlich – vorausgesetzt, jede dieser 20 Minuten hat eine Aufgabe und ein Ergebnis.

Ein guter Rhythmus sieht so aus: eine Einheit Distanzkontrolle im Putten, eine Einheit Zufallsdistanzen im Chippen, eine Einheit unter Druck mit Serien oder Duell. Wenn du danach noch Lust hast, schlägst du Bälle – aber erst danach.

Und schreib dir die Ergebnisse auf. Ein Score aus zehn Bällen, notiert mit Datum, ist nach zwei Monaten die ehrlichste Rückmeldung, die du bekommen kannst – ehrlicher als jedes Gefühl nach der Runde.

Fazit

Dein Kurzspiel wird nicht dadurch besser, dass du dieselbe Aufgabe zwanzigmal löst. Es wird dadurch besser, dass du zwanzig verschiedene Aufgaben je einmal löst – und dabei ein Ergebnis mitnimmst, das du beim nächsten Mal schlagen willst.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Blocktraining (viele Wiederholungen von derselben Stelle) fühlt sich gut an, überträgt sich aber schlecht auf den Platz.
  • Variables Training – wechselnde Distanzen, Lagen und Schläger – trainiert den kompletten Ablauf, der auf dem Platz über Ergebnisse entscheidet.
  • Zufall ist die einfachste Methode, variables Training zu erzwingen.
  • Baue Konsequenzen und Druck bereits ins Training ein, nicht erst ins Turnier.

Deine Aufgabe für die nächste Einheit auf dem Übungsgrün: Kein Ball wird zweimal von derselben Stelle gespielt. Das allein verändert dein Training komplett.

Und dann interessiert mich: Wie viele deiner zehn Bälle hast du mit zwei Putts oder weniger fertig gespielt? Schreib mir deinen Score gern per Mail an hallo[at]fabianbuenker.de – ich ordne ihn dir ein.

Wenn du dir die Zufallsaufgaben nicht selbst ausdenken willst, dreh einfach am Golf Glücksrad: Sweetspot Golf gibt es im App Store unter „Sweetspot Golf", der Download ist kostenlos und du testest zehn Tage kostenlos.

Vom 17.09.2026 bis zum 21.09.2026 um 23:59 Uhr gibt es den Birdie Pass im App Store für 49 Euro statt 99 Euro – und das ist der Preis für ein ganzes Jahr Training. Danach kostet das Jahr wieder regulär 99 Euro.

Und jetzt wünsche ich dir viel Spaß beim Umsetzen meiner Tipps und ein kurzes Spiel, das dich rettet, wenn es darauf ankommt!

Up & Down, dein Fabian


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